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Allgemeine Tipps zur Anwendung der Videosequenzen

Wann und wie kann das Technikprotokoll angewendet werden

Vorerst sollte jeder Kletterer das Kernkonzept (Video 1a - b) erworben und gesfestigt haben. Erst danach werden die Teilelemente in neuen Übungssituationen angewandt, variert sowie individuell ausgeformt. Dann empfehle ich, das Technikprotokoll auszudrucken und auszufüllen Das kann so geschehen, dass der Trainer den Kletterer während dem Durchklettern einer Route beobachtet und stets notiert, welche Bewegungen noch verbesserungsfähig sind. Es eignet sich auch, eine Route im “Speed-Tempo“ zu klettern und diese zu filmen. Denn alte Bewegungsmuster kommen unter Geschwindigkeit sofort zum Vorschein. Vorzugsweise beurteilt eine Beobachtungsperson (z.B. der Trainer) den Kletterer.

Auswertung des Technikprotokolls

Nun kann der Beobachter dem Kletterer die “Fehlerquellen“ bekannt geben und sich pro Trainingseinheit auf 1-2 Übungen beschränken. Wichtig ist es, dass die Routen oder Boulder nicht zu schwierig sind (ca. 2 Schwierigkeitsgrade unter deinem Onsight-Niveau:7a-->5a), so dass die gesamte Konzentration bei der “Fehlerquelle“ liegt.

Wie kann sich der Trainer vorbereiten

Trainern gebe ich den Tipp, die Übungen vorerst für sich anzugucken und geeignete Plätze für die Ausführung zu suchen und vorzubereiten. Das bedeutet, dass die Trainierenden:

  • möglichst störungsfrei arbeiten können
  • die vorgegebenen Übungen mehrmals wiederholen können
  • die Übungen qualitativ gut ausführen können
  • mit einer interessanten Übungsabfolge (Technikreihe) für ein Technikerwerbstraining motiviert sind.

Nun kann man eine Videosequenz abspielen. Zum Teil ist es sinnvoll, eine Sequenz im Zeitlupen- Speedtempo oder als Loop anzugucken. Oder ein Standbild zu stoppen. Anschliessend ist es sinnvoll, wenn man die Übung analysiert und sie dann am entsprechenden Trainingsort auszuführen beginnt.

Ausführung

Wähle vorerst eine Stelle von ca 10 Kletter-Zügen aus. Suche nun eine geeignete Griff- Trittabfolge, die du ev. markierst und klettere die Stelle 2-3x “normal“ durch. Wenn du die Züge und Bewegungen kennst, kannst du mit der Übungsausführung beginnen. Lasse dir dabei Zeit und versuche dich innerlich so vorzubereiten, als würdest du eine Route "punkten“ . Sinnvoll ist es, wenn du die Bewegungen im Kopf durchspielst. Nachdem du die Übung 3-5x geklettert hast, wähle eine einfache Route (oder Boulder) die du kennst, und klettere mit demselben Stil, 2-3 Routen oder Boulder. Es ist sinnvoll, wenn dich jemand analysiert ein Video macht, so dass du eine Rückmeldung bekommst. Achte darauf: Spass soll auch Platz haben, versuche die Übungen immer wieder mit frischer Energie und verspielt anzugehen.

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